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Museen in Kranenburg

Die Museumslandschaft in Kranenburg wird im wesentlichen durch den Mühlenturm, das Museum Katharinenhof und die Stadtscheune repräsentiert. Alle Gebäude befinden sich im historischen Ortskern und liegen in unmittelbarer Nähe voneinander entfernt.

Mühlenturm

Foto des Mühlenturms in Kranenburg

Der Mühlenturm bildet als Teil der alten Stadtbefestigungsanlage einen wichtigen Bestandteil des historischen Ortskerns und prägt neben Stifts- und Wallfahrtskirche das Stadtbild von Kranenburg. Er trägt auf seiner Spitze das Wappentier der Gemeinde, den Kranich, und stellt damit ein bedeutendes Wahrzeichen des Ortes dar.

Der Wehrturm sowie auch der Mühlenturm wurden im Zuge der Stadtbefestigung mit insgesamt 9 Wehrtürmen um 1400 erbaut. Windmühle und weitere 3 Wehrtürme blieben erhalten. Nach begonnenem Abriss durch den letzten Müller erwarben sieben Kranenburger 1922 die Ruine. Sie gründeten zum Wiederaufbau den Verein für Heimatschutz und bauten die ehemalige Mühle als Turm nach einem Entwurf des Provinzialkonservators Theodor Wildemann in seiner heutigen Form wieder auf. Die Idee der Vereinsgründer, hier ein Heimatmuseum zu errichten, war 1932 endlich geschafft. Nach Beschädigungen, auch des Bestandes, während des 2. Weltkrieges konnte das Museum 1948 wieder eröffnet werden. Ab 1970 stelle das Museum Katharinenhof religiöse Volkskunst im Mühlenturm als Wallfahrtsmuseum aus.

Ab Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zeigte sich, dass grundlegende Sanierungen erforderlich werden würden. Ab diesem Zeitpunkt war der Turm der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Im Jahr 1999 konnten dann nach gründlichen Vorplanungen die umfangreichen Arbeiten begonnen werden.

Mit der Wiedereröffnung am 10. Juli 2004 nahm der Mühlenturm nach langer Schließung wieder seinen angestammten Platz in der vielfältigen niederrheinischen Museumslandschaft ein.

Seit dem Jahre 2006 ist der Mühlenturm wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt worden. Im August wurde die Ausstellung „Geschichte im Turm“ eröffnet. Sie beginnt chronologisch unter dem Turmhelm mit Ur- und Frühgeschichte und setzt sich nach unten fort mit frühen Kulturen am Niederrhein. Im Erdgeschoss wird die Geschichte der Stadtwindmühle „Von der Windmühle zum Wahrzeichen“ erzählt.

Museum Katharinenhof

Außenansicht des Museums Katharinenhof

Seit der Eröffnung des Museums Katharinenhof im Jahre 1961 findet ein umfangreicher Ausbau der Museumssammlung durch Schenkungen, Ankäufe und Stiftungen statt.

Die Bestände an Kunstwerken vom Mittelalter bis zur Gegenwart sind in 2 Etagen ausgestellt. In einer gesonderten Etage werden jährlich Wechselausstellungen moderner und älterer Kunst gezeigt sowie religiöse Kunstwerke im Dachgeschoss.

Informationen zu den aktuellen und kommenden Wechselausstellungen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender.

Im einzelnen ergeben sich folgende Sammlungsschwerpunkte: Barockes Galeriezimmer mit Gemälden, Niederrheinischer Barockplastik, Kunst um 1800 mit Spezialsammlung Daniel Chodowiecki, Moderne Kunst mit Betonung des Rheinischen und Norddeutschen (u.a. Werke von J. Beuys, E. Mataré, W. Ophey, W. Schmurr, H. Nauen, H. Teuber, W. Herberholz, P. Janssen, E. Heerich, A. Thomkius, G. Wiegand u.a.

Stadtscheune

Foto der Stadtscheune

Die Stadtscheune ist ein quadratischer Backsteinbau mit Walmdach aus dem 18. Jahrhundert. Er ist ein Überbleibsel von ehemals etwa 30 bäuerlichen Anwesen innerhalb der Stadtmauern, in dem nunmehr alte Handwerksgeräte sowie bäuerliche Geräte ausgestellt werden.

Im Kranenburger Raum hatte und hat auch heute noch die Milchwirtschaft einen hohen Stellenwert. Gezeigt werden Geräte zur häuslichen Butterherstellung, wie sie noch vor 50 Jahren üblich waren.

Daneben werden aber auch 150 Jahre alte Hilfsmittel für die Ackerbestellung gezeigt. Holzpflüge, zu denen Spitz-, Stülb- oder Bau- bzw. Saatpflug zählen, aber auch Dreschflegel und Windfegen werden ausgestellt.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist eine komplett ausgestattete Schuhmacherwerkstatt des Schuhmachers Heinrich Kersten. Seine Werkstatt, die sich auf der Wanderstraße befand, ist in der Stadtscheune wieder genauso aufgebaut worden.

 

 

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

das Museum Katharinenhof zusätzlich Sonntags von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Ansprechpartner:

Verein für Heimatschutz e.V.
Mühlenstraße 9
47559 Kranenburg
Telefon: 0 28 26 / 623
eMail: info@museumkatharinenhof.de
Internet: www.museumkatharinenhof.de